Über Franzy Deutscher

Ich wurde 1986 in Stuttgart geboren und arbeite als freischaffende Kampfchoreografin, Regisseurin, Performerin und Bewegungspädagogin.
Seit 2015 lebe ich mit meinem Mann und unseren beiden Kindern in München.

 

Universitäre Ausbildung und Theatererfahrung

Ich schloss meinen Masterstudiengang der Theaterwissenschaft an der Universität Leipzig und mein Bachelorstudium der Germanistik und Geschichte an der Universität Freiburg i.Br. ab. Während des Studiums leitete und spielte ich in mehreren Studententheatergruppen und inszenierte eigene und bearbeitete Dramenstoffe.
Regie und Schauspiel studierte ich in u.a. in Pondicherry (Südindien) und lernte verschiedene theatrale Arbeitsweisen durch zahlreiche langjährige Regie- und Assistenzarbeiten, Praktika und Hospitanzen an privaten Häusern und off-Theatern (Leipzig, Freiburg, München) kennen. Neben meiner choreografischen und bewegungspädagogischen Arbeit bin ich auch als Performerin und Mitglied des Künstlerkollektivs mädcheninternat in der Freien Szene Münchens tätig. Derzeit gründe ich den ersten Bundesverband für Kampfchoreografie in Deutschland, das Netzwerk Kampfchoreografie.

 

Ausbildungen in Bühnenkampf und Bewegungspädagogik

Bühnenkampf und szenisches Fechten lernte ich bei Prof. Dr. Claus Großer an der Hochschule für Musik und Theater Leipzig und bei Armin Kurzmaier an der Otto Falkenbergschule sowie an der Theaterakademie August Everding München.
2016 schloss ich meine mehrjährige Kampf- und Bewegungspädagogikausbildung bei Pia André und Arun Trefz (Freiburg i.Br.) ab.
Im selben Jahr absolvierte ich meine 300h-Anusara-Basic Yogalehrerausbildung bei Tina Lobe (Berlin).
Regelmäßig besuche ich Workshops und Teacher Trainings bei internationalen (Kampf-)Choreografen, bspw. Charlie Morrissey (GB), Sioban Richardson (CAN), Enric Ortuno (GB), Jean-Francois Gagnon (CAN).

Der Fokus meiner Arbeit liegt auf den Schnittstellen zwischen neuem Tanz, Kampfkunst, Akrobatik, Theater und Contact Improvisation.

Sonstige Kampfkunsterfahrungen:

1. Kyu Shotokan Karate, ehem. Mitglied des deutschen Kumite Jugendnationalkaders des Deutschen Karate Verbands.
Kalaripayattu, 6 Monate Kampfkunsttraining im Hindustan Kalari Sangam Calicut und Pondicherry (Südindien).
Seit 2011 regelmäßiges Training der philippinischen Kampfkunst Pekiti Tirsia Kali, u.a. bei Sixt Wetzler, Uli Weidle, Roland Roppelt und Arun Trefz.
Seit 2017 Grappling/BJJ, Hans Hutton Academy, München.

 

Referenzen

Seit 2013 unterrichte und choreografiere ich professionelle Bühnenschauspieler, Schüler, Studenten und Erwachsene in einer sehr physischen Art des Theaterspielens und im Bühnenkampf. Zuletzt war ich an den Münchner Kammerspielen, am Werftparktheater Kiel, am Jungen Residenztheater München, an verschiedenen Münchner Gymnasien und als künstlerische Gastdozentin am theaterwissenschaftlichen Institut der Universität Leipzig tätig. Eine Auflistung aller vergangenen Projekte mit meiner Beteiligung finden Sie hier >> zu den Referenzen!

Die Aufführung Münchner Kammerspiele
Münchner Kammerspiele, Aufführung in der Kammer1 nach einem fünftägigen Stockkampf- und Tanzworkshop der Bewegungswerkstatt.

 

Meine Ziele und Methoden

In meiner praktischen und wissenschaftlichen Arbeit erforsche ich mit verschiedenen Hilfsmitteln die Frage nach Bühnenkampf im zeitgenössischen Theater. Der moderne Bühnenkampfstil, den ich immer weiter entwickle, ist nicht nur für literarische Dramenadaptionen interessant. Dank einfacher Prinzipien und intensiver Probedauer können die TeilnehmerInnen bereits nach kurzer Zeit eigene Choreografien und Inszenierungen zu bestimmten Themenkomplexen entwickeln.

Es geht mir nicht darum, den SchauspielerInnen ein choreografisches Netz überzuwerfen. Vielmehr unterstützt meine Methode die individuelle Körperlichkeit und Kreativität der DarstellerInnen. Durch Improvisation mit erlernten Techniken und Prinzipien formt sich im Zusammenspiel mit Bühne/Text, Raum, Zeit und Partner aus dem eigenen Körper heraus der Grundstein jeder Choreografie.

 

Die Bewegungswerkstatt von Franzy Deutscher

Mein Unterricht in der Bewegungswerkstatt ermöglicht den TeilnehmerInnen eine sichere, kreative und spielerische Suche nach dem eigenen Ausdruck und fördert ihre individuelle Körpersprache. Dazu gehört nicht nur die Wahrnehmung und Entwicklung von Präsenz und Durchlässigkeit für und im eigenen Körper, sondern auch der Umgang mit Raum und Zeit, sowie dem Spiel in und als Gruppe. Durch Improvisation, Technikunterricht und Spiele werden in den Stunden Grundlagen des Schauspielens, Tanzens und Kämpfens (mit und ohne Waffen) erlernt und angewendet.