Kampfchoreographie mit Franzy Deutscher

Kampfchoreografie

Eine Kampfchoreografie ergänzt immer die sie umgebende Inszenierung – im zeitgenössischen Theater, das sich schon längst der Performance und dem Körper geöffnet hat, kann sie ebenso für sich alleine stehen. Je nach Wunsch und Schwerpunktsetzung, greife ich in meiner Arbeit auf einen reichen Schatz unterschiedlicher Kampf- und Bewegungskünste zurück.

Arbeitsweise | kampfchoreografische Ausbildung | Referenzen

 

 

Diese Stile können Sie in meiner Kampfchoreografie erwarten

In meiner Arbeit nutze ich vorwiegend folgende Bewegungskünste: das philippinische Pekiti Tirsia Kali (Stock, Messer, Nahkampf), das japanische Karate-Do, europäisches Fechten (Degen, Säbel und Florett), das indische Kalarippayattu, und Anusara Yoga. Hinzu kommen Prinzipien der Körperarbeit, Atem, Rhythmus und das Erforschen der eigenen Körperzentren. Egal ob Bodenkampf, Kampf mit offenen Händen, gefundenen Gegeständen, Schusswaffen, Schwert-, Stock- oder Messerkampf.

Basierend auf Ihren Vorstellungen und Anregungen entwickle ich gemeinsam mit Ihnen ein auf Sie und Ihre Produktion abgestimmtes Konzept.
Kontaktieren Sie mich!

 

 


Meine kampfchoreografische Ausbildung

Seit rund 20 Jahren beschäftige ich mit den verschiedensten Formen der kämpferischen und tänzerischen Bewegung. Für die Kampfchoreografie vereine ich traditionelle und moderne Formen des Bühnenkampfes und verschiedene Kampfkünste. Ziel ist nicht nur ein ästhetisch anspruchsvoller und spannender Kampf, das Erzählen einer mit der Dramaturgie kohärenten Geschichte, sondern vor allem: die Sicherheit von Darstellern und Publikum.

Contact Improvisation

Nicht nur für professionelle SchauspielerInnen, sondern auch für Laien eignet sich die Grundlagenarbeit mit elementaren Prinzipien aus Contact Improvisation und Kampfkunst. Nach einer mehrjährigen Ausbildung als Bewegungspädagogin bei der Freiburger Kampfkünstlerin und Tänzerin Pia André, ist diese fruchtbare Melange dieser Welten in meiner Arbeit nicht mehr wegzudenken. Wir lernen spielerisch und dynamisch mit Widerstand umzugehen. Gleichzeitig erforschen wir verschiedene Körperlichkeiten und Emotionen. Schließlich entwickeln wir durch Improvisation, die von unseren eigenen Impulsen und Impulsen von außen gefüttert wird, eine fertige Choreografie.

Szenischer Kampf und Bühnenfechten

Die klassische Ausbildung in szenischem Kampf sowie im Fechten mit Kurz- und Langwaffen lernte ich von 2012-2015 bei Prof. Dr. Claus Großer (Hochschule für Musik und Theater, Leipzig) und seit 2016 bei Armin Kurzmaier (Otto-Falkenberg Schule, München). Ständige Fort- und Weiterbildungen durch Workshops und Seminare bei internationalen Kampfchoreografen. Die Sicherheitsvorkehrungen entsprechen den Standards der BASSC (British Academy of Stage & Screen Combat)

Pekiti Tirsia Kali

Der Umgang mit Messer, Stock und offenen Händen basiert größtenteils auf dem Philippinischen Pekiti Tirsia Kali, das ich seit 2011 regelmäßig bei Sixt Wetzler, Roland Roppelt, Arun Trefz und Uli Weidle trainiere. Das Kämpfen mit gefundenen Gegenständen und mit dem Schild orientiert sich hauptsächlich an den Prinzipien des PTK und wird gekoppelt mit Sicherheitsstandards der BASSC.

Bühnenkampf ohne Waffen

Im Nahkampf und Bühnenkampf ohne Waffen orientiere ich mich an der Methode der British Academy of Stage & Screen Combat.

Netzwerk Kampfchoreografie
Da der Begriff, das Selbstverständnis und die Ausbildung als Kampfchoreografin in Deutschland weder einheitlich, definiert noch gesichert ist und es kaum Austausch unter uns KampfchoreografInnen gibt, gründe ich derzeit das Netzwerk Kampfchoreografie. Das Netzwerk verschreibt sich dem Austausch, der Pflege und der Weiterbildung seiner Mitglieder und der spartenübergreifenden Kunstform Kampfchoreografie. Es bietet regelmäßige Treffen im Norden und Süden Deutschlands an. Wir agieren überregional und haben Mitglieder in Hamburg, Berlin, Köln, Stuttgart, München, Darmstadt, Leipzig und Dresden. Du möchtest mehr über das Netzwerk erfahren?
Schreib eine Mail an: Kampfchoreografen@gmail.com.

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In meinem  Blog berichte ich immer wieder über die Situation der Kampfchoreografie in Deutschland. Schauen Sie doch mal rein >> zum Blog!


Referenzen – Auswahl

Tragödie „Romeo und Julia“, Inszenierung Gregor Turecek, Nordharzer Städtebundtheater Quedlinburg

Romeo und Julia, Foto: Jürgen Meusel
Foto: Jürgen Meusel

7 beteiligte Akteure, 4 Tage gemeinsame Probenzeit, 6 Kampfszenen, 5 verwendete Stile: Degenfechten, Akrobatik, waffenloser Kampf, Messerkampf, Contact Improvisation

Gregor Turecek, Regisseur:
Franzy lebt wie ich in München und lehrt eine sehr moderne Form des Bühnenkampfs: Sie lässt viele verschiedene Einflüsse, von philippinischer Kampfkunst über Messer- und Degenkampf bis hin zu Kontaktimprovisation und Akrobatik einfließen. Die Schauspieler waren von Anfang an begeistert bei der Sache und das Ergebnis wird sich sicher sehen lassen können!

Uwe Kraus, Mitteldeutsche Zeitung:
So wird munter kopuliert, Klamauk fabriziert, gebrüllt, geschweinigelt, Übermut ausgelebt und gekämpft. Letzteres in feiner Kampfchoreographie (Franziska Deutscher) mit Kraft, Beweglichkeit und Finesse der Darsteller.

Abenteuerdrama „Die Schatzinsel“, Inszenierung Astrid Großgasteiger, Werftparktheater Kiel

11 beteiligte Akteure, 5 Tage gemeinsame Probenzeit, 7 Kampfszenen, 7 verwendete Stile: Säbelkampf, Messerkampf, Stockkampf (Lang/kurz), Contact Improvisation, Akrobatik, waffenloser Kampf, Kampf mit gefundenen Gegenständen.

Stock, Säbel, Messer
Kampfchoreographie Werftparktheater Kiel 2017
Säbel-, Stock- und Messerkampf am Werftparktheater Kiel

 

Eine Auflistung aller vergangenen Projekte, an denen ich beteiligt war, finden Sie hier.

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