Ich wurde 1986 in Stuttgart geboren und arbeite als freischaffende Kampfchoreografin/Gewalt Designerin, Intimitätskoordinatorin, Bewegungspädagogin und Yogalehrerin.
Als Theaterwissenschaftlerin (M.A. Uni Leipzig), Dozentin für Bewegung (u.a. Bayerische Theaterakademie August Everding) und Choreografin ist das aktive Schaffen von mutigeren, kollektiveren und sichereren Räumen für künstlerische Zusammenarbeit mein Antrieb.
2019 gründete ich den Berufsverband für Intimitätskoordination und Kampfchoreografie, dem ich bis Dezember 2024 vorstand.
Der Berufsverband Intimitätskoordination und Kampfchoreografie (BIK), ist der erste Bundesverband für professionelle Kampfchoreograf:innen und Intimitätskoordinator:innen im DACH-Raum.
Für den BIK erarbeitete ich gängige Richtlinien für den Umgang mit Kampfchoreografie und Intimitätskoordination auf der Bühne.
Darüber hinaus organisierte, kuratierte und moderierte ich die weltweit ersten beiden Konferenzen für Intimitätskoordination („ICIC 2023“ und „ICIC 2024“ in Berlin).
In Vorträgen, Publikationen und Produktionen arbeite ich für die Sichtbarkeit, Standardisierung und Transparenz der Arbeitsschutzmaßnahmen und Kreativpositionen Kampfchoreografie/Gewaltdesign und Intimitätskoordination – vorrangig in der Theaterindustrie.
Ausbildung Universität und Theaterpraxis
Ich absolvierte meinen Master der Theaterwissenschaft an der Universität Leipzig und meinen Bachelor in Germanistik und Geschichte an der Universität Freiburg i.Br. Während des Studiums leitete und spielte ich in mehreren OFF-Theatergruppen und inszenierte eigene und bearbeitete Dramenstoffe.
Durch zahlreiche Regie- und Dramaturgieassistenzen an Häusern und OFF-Theatern (Leipzig, Freiburg, München) lernte ich verschiedene theatrale Arbeitsweisen kennen. Das Theaterhandwerk studierte ich in u.a. am Adishakti Laboratory for Theatre and Arts Research Pondicherry (Südindien).
Ausbildungen in Bühnenkampf, Intimitätskoordination und Bewegungspädagogik
Bühnenkampf und szenisches Fechten lernte ich bei Prof. Dr. Claus Großer an der „Hans Otto“, der Hochschule für Musik und Theater Leipzig und bei Armin Kurzmaier an der Otto Falkenbergschule sowie an der Theaterakademie August Everding München.
2016 beendete ich meine mehrjährige Kampf- und Bewegungspädagogikausbildung bei Pia André (Freiburg i.Br.).
Im selben Jahr absolvierte ich meine Anusara Elements Yogalehrerausbildung bei Tina Lobe (Ludwigsburg & Berlin).
Regelmäßig besuche ich Workshops und Teacher Trainings bei internationalen (Kampf- und Tanz)Choreograf*innen und Intimitätskoordinator*innen: u.a. Charlie Morrissey (GB), Sioban Richardson (CAN), Enric Ortuno (GB), Jean-Francois Gagnon (CAN), Yarit D’or (GB), Rob Aronowitz (NYC), Chelsea Pace (USA), u.a.
Intimitätskoordination und Consent in der Kreativen Praxis lernte ich bei Sam Murray, NSIP, Heather Ondersma, TIE, Chelsea Pace, ua.
»Der Fokus meiner Arbeit liegt auf dem Körper und den Schnittstellen zwischen Biomechanik, neuem Tanz, Kampfkunst, Intimität und Performance
Sonstige Kampfkunsterfahrungen
1. Kyu Shotokan Karate, ehem. Mitglied des deutschen Kumite Jugendnationalkaders des Deutschen Karate Verbands
Kalaripayattu, 6 Monate Kampfkunsttraining im Hindustan Kalari Sangam Calicut und Pondicherry (Südindien)
Seit 2011 regelmäßiges Training der philippinischen Kampfkunst Kali, u.a. bei Sixt Wetzler, Uli Weidle und Roland Roppelt
Sonstiges szenisches Gestenmaterial: Wrestling, BJJ, Fechten (Degen, Florett, Rapier), Schwertkampf, Schwert + Schild, Akademisches Fechten (Pauken), Stock (lang, mittel, kurz), Messer, Schusswaffengebrauch.
Presse
Seit 2013 arbeite ich als freischaffende Choreografin in Deutschland und der EU. Eine Übersicht über Publikationen, Pressetexte, Interviews zu Kampf und Intimität finden Sie hier:
Publikation „Challenge(d) Bodies“ Theater der Zeit 2025
Interview Kampfchoreografie Stuttgarter Zeitung, 2024
Interview Intimitätskoordination und Kulturwandel, Filmdienst
Dozentin für Bewegung, Kampf und Intimität
In meiner praktischen und wissenschaftlichen Arbeit erforsche ich mit verschiedenen Hilfsmitteln die Frage nach dem Körper im zeitgenössischen Theater. Szenische Gewalt und Intimität sind dabei genauso elementar wie Einflüsse aus der Performance, dem physical Theatre und der Akrobatik.
2022 Lehrauftrag Bewegung und Kampf @Folkwang Essen / Physical Theatre
Seit 2022 Lehrauftrag Bewegung und Kampf @AugustEverding München / Musiktheater
Seit 2024 Lehrauftrag Bewegung und Kampf @AugustEverding München / Schauspiel
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Es geht mir nicht darum, den Schauspieler*innen ein choreografisches Netz überzuwerfen. Vielmehr unterstützt meine Methode die individuelle Körperlichkeit und Kreativität der Darstellenden. Durch Improvisation mit erlernten Techniken und Prinzipien formt sich im Zusammenspiel mit Bühne/Text, Raum, Zeit und Partner*in aus dem eigenen Körper heraus der Grundstein jeder Choreografie.
Die Bewegungswerkstatt von Franzy Deutscher
Neben künstlerischen und pädagogischen Auftragsarbeiten leite ich in der Bewegungswerkstatt Seminare und Workshops. Je nach Fokus begeben sich die Teilnehmer*innen auf eine sichere, kreative und spielerische Suche nach dem eigenen Ausdruck und werden in ihrer individuellen Körpersprache gefördert. Dazu gehört nicht nur die Wahrnehmung und Entwicklung von Präsenz und Durchlässigkeit für und im eigenen Körper, sondern auch der Umgang mit Raum und Zeit, sowie dem Spiel in und als Gruppe. Durch Improvisation, Technikunterricht und Spiele werden in den Stunden Grundlagen des Schauspielens, Bewegens und Kämpfens (mit und ohne Waffen) erlernt und angewendet. Je nach Zielsetzung kann am Ende des Seminars eine Performance stehen.
